SeelsorgeWegbegleitung an den Grenzen des Lebens
Seelsorger
Tägliche Andachten und wöchentliche Gottesdienste werden angeboten und in die Häuser übertragen. Wir arbeiten eng mit den Kirchengemeinden am Ort zusammen. Behinderung, Krankheit und Alter lösen Vertrauenskrisen aus. Dabei geht es um die Ablösung von den bedrohten oder entzogenen Grundlagen des bisherigen Lebens. Besonders bei Jüngeren ist uns die Begleitung der Angehörigen wichtig. Ihnen gilt unsere Fürsorge in gleicher Weise. Bei Älteren geht es oft um den Verlust an körperlich-seelischer Vitalität, um die Minderung mitmenschlicher Beziehungen und den Umgang mit einem fast „gelebten Leben". Leitmotive unserer Wegbegleitung sind: Zuhören und trösten, sich einfühlen in Lebenszusammenhänge, den Ausdruck von Gefühlen fördern, verdrängte Lebensanteile aufspüren und annehmen lernen, Menschen wieder verknüpfen - mit sich selbst, dem Nächsten und mit Gott, die Lebenschancen einer Behinderung entdecken, ohne die Grenzen zu ignorieren. Ziel ist es, das Wort "Gesundheit" nicht als Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen zu verstehen, sondern als die Kraft, mit Einschränkungen zu leben! Wir wollen dem Ende des Lebens ein ähnliches Gewicht geben wie seinem Anfang. Deshalb gilt Sterbenden unsere besondere Zuwendung. Wer anderen helfen will, braucht immer wieder selbst das beratende Gespräch. Deshalb bietet der Seelsorger im Heim den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses Hilfe in Form von Supervision an, um ihre Arbeit zu reflektieren und für die oft schwere Aufgabe der Pflege neue Kräfte zu sammeln. Im Mittelpunkt unserer Überlegungen steht der Mensch und nicht zuerst seine Grenze, sein Defekt, seine Behinderung, sein Alter. Weil wir uns dem "ganzen" Menschen verpflichtet haben, gehört dazu auch die persönliche Seelsorge. |
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